Mut zur Veränderung

Man kennt mich eigentlich seit meiner Jugend mit langen Haaren. Ok, zur Bundeswehrzeit hatte ich kurze Haare, aber nach dem Bund habe ich mich damit nicht wirklich wohl gefühlt, und recht zügig wieder wachsen lassen. Aber leider hat mich ein Problem eingeholt, welches wohl 80% der Männer in Deutschland haben. Und zwar wurde es langsam kahl am Hinterkopf.

Langsam ist gut, meine Frau hat mich schon vor längerer Zeit drauf angesprochen.
Aber irgendwann steht man vor der Wahl, will man rumlaufen wie Guildo Horn?? Nein Danke!

Aber ne Kurzhaarfrisur mit Platte hinten? War jetzt auch nicht so meine Vorstellung.
Also wurde man kurzer Hand radikal und hat sich für eine Glatze entschieden.
Da wir keine Haarschneidemaschine im Haus haben, musste meine Frau mit der kleinen Bartscheindemaschine erstmal die langen Haare wegrasieren… hat schon etwas gedauert.
Danach kam der Nassrasierer.

Ich fühle mich mit der Glatze erstaunlich wohl. Aber man muss sich schon etwas umgewöhnen. Als ich z.B. am nächsten Morgen mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhr, bin ich wie meistens nur mit einem Buff auf dem Kopf losgefahren. Uiii, kalt an der Murmel! Also schnell angehalten und die Wollmütze drüber. Auch wer meint, eine Glatze spart Zeit im Bad gegenüber langen Haaren, der irrt sich ganz gewaltig! Rasur und Kopfhautpflege nimmt eigentlich sogar mehr Zeit in Anspruch.

Aber nicht nur man selber muss sich umgewöhnen, auch die Umwelt muss sich erstmal an das neue Aussehen gewöhnen. Selbst meine Frau brauchte einige Tage.
Niedlich war auch meine kleine Tochter. Anfangs fand sie es einfach nur witzig… bis ich sie ins Bett gebracht habe. Meist liegt sie dabei über der Schulter und spielte in meinen Haaren im Nacken… nur waren da plötzlich keine mehr. Das hatte ihr gar nicht gefallen.

Unterm Strich bin ich aber froh diesen Schritt gemacht zu haben.

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